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Rosé, das ist doch eine „Mischform“ von Rot-und Weißwein?

Für Weinkenner ist die Frage fast lächerlich. Eines vorab: Ein Rosé entsteht eben nicht durch das Verschneiden fertiger Rot- und Weißweine. Der Winzer gewinnt einen Roséwein aus roten Trauben und beruft sich dabei auf drei Methoden der Herstellung. Um Unklarheiten ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen, klären wir hier, was das Geheimnis hinter der zartrosa Farbe ist. Folgende Möglichkeiten gibt es:

 

1. Die Mazerations-Methode

Der Begriff „Mazeration“ beschreibt hierbei die Zeit zu Beginn der Weinherstellung, in der der Most (durch Keltern gewonnener Saft aus Weinbeeren) direkten Kontakt mit den Schalen hat. Im Vergleich zu einem Rotwein beträgt der Schalenkontakt nur wenige Stunden, manchmal sogar nur Minuten. Die Dauer des Schalenkontakts ist der Gradmesser für die Ausprägung der unterschiedlichen Rosé-Stillistiken.

Im Grunde lässt sich einfach sagen: Je länger der Most mit den Schalen in Kontakt steht, desto dunkler in der Farbe.

 

2. Die Abpress-Methode

Diese Herstellungsmethode wird häufig von den Winzern aus der Provence in Erwägung gezogen. Anders als bei der „Mazerations“-Methode, kommt hierbei der Most nicht gemeinsam mit den Schalen in einen Tank. Auf dem Weingut werden die roten Trauben direkt gepresst, sodass der Saft nur eine leichte Rosafärbung annimmt und sich auch kein starkes Rotwein-Aroma breitmacht. Der Rosé wir schließlich wie ein Weißwein weiter vinifiziert.

 

3. Die Saignée-Methode

Hier steckt der Hinweis zur Herstellung bereits im französischen Wort „Saignée“. Dies bedeutet „Aderlass“ und beschreibt, wie der Most gemeinsam mit den Schalen in einen Tank gelangt und diese dort ihre Farbe „ausbluten“.
Allerdings werden die Schalen anschließend nicht  entfernt. Stattdessen lässt der Winzer nach wenigen Stunden einen Teil (10-20 Prozent) des roséfarbenen Mosts ab, um ihn in einem eigenen Tank zu vinifizieren. Das Ergebnis sind vergleichsweise dunkle Roséweine. Nachhaltig wird der restliche Most mit den Schalen weiter mazeriert und zu einem kräftigen sowie farbintensiven Rotwein ausgebaut.

 

Nun aber Schluss mit der trockenen Theorie und erst einmal ein Glas Rosé einschenken. Prost!

 

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